Der In*Dependence Day ist eine Initiative aus dem Umfeld des Chaos Computer Club. An jedem ersten Sonntag im Monat geht es darum, digitale Abhängigkeiten sichtbar zu machen – und ganz konkret Alternativen aufzuzeigen.
Im Februar 2026 steht dabei ein Werkzeug im Fokus, das fast alle täglich nutzen: WhatsApp.
Unser Ziel: Menschen ermutigen, sich bewusst von diesem Dienst zu lösen – und eine datenschutzfreundlichere Alternative auszuprobieren.
Warum WhatsApp ein Problem ist
WhatsApp wird oft als „sicher“ bezeichnet, weil Nachrichten Ende-zu-Ende-verschlüsselt sind. Das stimmt – aber es ist nur ein Teil der Wahrheit.
WhatsApp gehört zu Meta.
Der Meta-Konzern lebt von Datenanalyse, Profilbildung und der Auswertung von Nutzerverhalten. Auch wenn Inhalte verschlüsselt sind, fallen weiterhin umfangreiche Metadaten an:
• Wer kommuniziert mit wem?
• Wie häufig?
• Zu welchen Zeiten?
• In welchen Gruppen?
Diese Informationen sind hochgradig aussagekräftig – und für Werbe- und Analysezwecke extrem wertvoll.
Hinzu kommt:
• Zwang zur Nutzung einer Telefonnummer
• automatischer Adressbuch-Abgleich
• keine quelloffene Software
• keine echte Möglichkeit, WhatsApp datenschutzarm zu nutzen
Kurz gesagt: Man muss WhatsApp vertrauen – prüfen kann man es nicht.
Warum wir Signal empfehlen
Als Alternative schlagen wir von Chaos macht Schule den Messenger Signal vor.
Signal verfolgt einen grundlegend anderen Ansatz:
• Datenschutz ist das Ziel, nicht ein Nebeneffekt
• Kaum Metadaten: Signal speichert nur das absolut Notwendige
• Open Source: Der gesamte Code ist öffentlich einsehbar
• Starke Verschlüsselung standardmäßig
• Gemeinnützig organisiert, nicht profitorientiert
Ein besonders wichtiger Vorteil:
👉 Gruppen können per Einladungslink erstellt werden – ohne dass Teilnehmende ihre Telefonnummern untereinander kennen müssen.
Das ist gerade für Schulen, Initiativen, Workshops oder Projektgruppen entscheidend:
• keine Weitergabe privater Nummern
• keine unfreiwilligen Kontaktlisten
• klare Trennung zwischen privat und organisatorisch
Worum es beim In*Dependence Day wirklich geht
Der In*Dependence Day ist kein Verzichtsappell und kein Technik-Elitismus.
Es geht um digitale Mündigkeit:
• Abhängigkeiten erkennen
• Alternativen kennenlernen
• bewusste Entscheidungen treffen
Der Februar 2026 ist dafür ein guter Anlass:
Ein konkretes Thema, eine klare Handlung – und ein realistischer erster Schritt.
Signal ausprobieren heißt nicht, perfekt zu sein.
Es heißt, Verantwortung zu übernehmen.
Mach mit
• Installiere Signal
• Erstelle eine Gruppe per Einladungslink
• Lade Freund:innen, Familie oder Kolleg:innen ein
• Sprich darüber, warum du wechselst
Digitale Selbstbestimmung beginnt im Kleinen –
zum Beispiel bei der nächsten Nachricht, die du verschickst.

